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Wie du der Schreibblockade ein Ende setzt | Part I

Ja, auch uns kommunikative Kommunikatoren trifft sie ab und

an mal: Die böse Schreibblockade. Super nervig, weil man sie meistens so gar nicht gebrauchen kann. Auch vor diesem Beitrag hat sie mich mal erwischt, das kommt durchaus vor und ist absolut legitim. Die Frage ist dann einfach, was man aus der Situation macht. Ich dachte mir: Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und einen Anti-Schreibblockade-Text schreiben. Verrückte Welt. Hier kommen also ein paar Tipps aus der Praxis, wie ihr wieder was zu Papier oder digital was auf den Rechner bekommt:

 

Themenpool aufbauen

 

Beim Radio hieß das immer liebevoll „die Halde“. Meistens

schleicht sich so ein Text-Hemmer nämlich schon ein, wenn einem die Themen ausgehen. Deshalb solltet ihr alle Ideen, die ihr zwischendurch so habt, an einem zentralen Ort sammeln und bei Bedarf darauf zurückkommen, wenn ihr etwas auf dem Schlauch steht. Nichts ist dann entspannter, als sich einfach ein Thema aus einer Liste auszusuchen und loszulegen. Irgendwas ist doch immer dabei.

 

Einfach mal anfangen

 

Damit sind wir dann auch schon beim zweiten Tipp: Wenn euch eine Schreibblockade erwischt, fangt einfach mal an. Wir neigen dazu, erst mal alles auf die lange Bank zu schieben und uns einzureden, dass uns morgen oder übermorgen ganz bestimmt mal die Muse küsst. Und wenn nicht? Dann kommen Deadlines zunehmend näher. Also: Setzt euch JETZT an euer Thema und schreibt einfach mal drauf los. Rasselt es runter (im positiven Sinn!) und baut euch den Rohtext auf. Editiert wird später.

 

Schreibt in Etappen

 

Ein guter Text fällt (leider) nicht vom Himmel, aber das ist ok. Ich kenne niemanden, der im Hieb direkt einen druckreifen Text hingelegt hat. Schreiben ist vielmehr ein Prozess, den man übrigens auch ganz wunderbar genießen kann, wenn man den inneren Kritiker

mundtot macht. Mehr dazu kommt gleich noch. Also blockiert euch nicht mit dem eigenen Anspruch, dass direkt jede Formulierung knallen muss. Ihr dürft und müsst editieren. Solange es eben nicht ausartet.

 

Weist den inneren Kritiker in seine Schranken

 

Das kenne ich selbst nur zu gut, denn mein Anspruch an mich selbst ist eigentlich total unrealistisch. Und obwohl ich es weiß, blockiere ich trotzdem manchmal genau aus dem Grund selbst und fange dann gar nicht erst an. Also hört nicht auf diese negative Mecker-Stimme in eurem Kopf und legt einfach los. Es spielt in dieser Phase des Schreibens erst mal keine Rolle, ob es ein guter oder schlechter Text ist. Viel wichtiger ist, dass ihr euren Schreibmuskel mal wieder arbeiten lasst, damit er nicht verkümmert.

 

Relax

 

Unter Druck entstehen Diamanten, so sagt man gerne. Ich nutze den Spruch auch manchmal, weil es bei mir erfahrungsgemäß wirklich so ist. Schon in der Schule habe ich Hausaufgaben immer auf den letzten Drücker gemacht, Hausarbeiten an der Uni immer bis zum letzten Tag aufgeschoben und für Prüfungen ebenfalls eigentlich erst viel zu spät gelernt. Aber es gibt einen weiteren Spruch, der bei mir wie die Faust aufs Auge passt: Ich habe ein Motivationsproblem bis ich ein Zeitproblem habe. Wenn ich keinen Druck habe, kann ich mich einfach schlechter konzentrieren bzw. arbeite ich erstaunlicherweise qualitativ nicht so hochwertig, wie, wenn ich ein bisschen Zeitdruck im Nacken habe. Was ich stattdessen mit dem Punkt meine, ist: Bleibt nicht am Schreibtisch! Geht spazieren oder zum Sport, macht was anderes als schreiben. Denn jeder kennt es doch von sich selbst: Die besten Ideen hat man unter der Dusche, auf dem Klo oder einfach dann, wenn man am wenigsten darüber nachdenkt. Also gönnt euch auch mal eine kreative Pause!

 

Mit dem Tipp, einfach mal Pause zu machen und durchzuatmen entlasse ich euch auch erst mal in euren wohlverdienten Sonntag. Nächste Woche gibt es dann den zweiten Teil für den Kampf gegen die Schreibblockade und es warten dann noch mal insgesamt sechs wertvolle Schreibtipps auf euch. Bis dahin wünsche ich euch eine super Woche und vor allem: Viel Spaß beim Schreiben!