· 

Wie du der Schreibblockade ein Ende setzt | Part II

Na? Wer von euch hat denn nach unserem letzten Beitrag zum Thema Schreibblockaden fleißig in die Tasten gehauen, beziehungsweise die Stifte zum Glühen gebracht? Wir hoffen auf jeden Fall, dass euch die ersten Tipps was gebracht haben. Wer noch nicht so ganz zurück im Flow ist, bekommt heute von uns noch mal sechs weitere Tipps, wie es demnächst wieder fast von selbst läuft:

 

Manchmal braucht man Distanz

 

Das geht in eine ähnliche Richtung wie der Tipp mit der Pause, vor allem, wenn man schon länger an einem Text sitzt. Dann sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Wie wäre es dann zur Abwechslung mal mit echten Bäumen?  Beispielsweise bei einem entspannten Spaziergang oder einer

Joggingrunde? Macht den Kopf frei und setzt euch nicht zu sehr unter Druck, danach könnt ihr entspannt zurück an den Schreibtisch. Passt nur auf, dass das nicht zur generellen Ausrede wird, denn manchmal braucht es einfach ein bisschen Geduld.

 

Schreibt an eurem Lieblingsplatz

 

Texten kann echt harte Arbeit sein, warum sollte man es sich dann nicht wenigstens gemütlich machen? Ihr seid am Schreibtisch blockiert, aber im Café um die Ecke läuft es gut? Dann geht da hin zum Schreiben. Oder in den Park. Wo auch immer ihr euch wohlfühlt und eure Kreativität fließen kann. Ihr seid abends kreativer als morgens? Dann macht morgens was anderes und setzt euch abends noch mal an den Rechner. Macht es euch auf jeden Fall so komfortabel wie irgendwie möglich.

 

Ablenkung vermeiden

 

Wenn ihr es endlich geschafft habt, euch an einen Text zu wagen, dann zieht es nach Möglichkeit durch. Nichts ist schlimmer, als im Schreibfluss (den man ja jetzt mit diversen Mitteln und Maßnahmen ans Laufen gebracht hat) unterbrochen zu werden. Ich persönlich kann die Welt um mich herum wunderbar ausblenden, wenn ich das möchte. Dann muss man mich sogar körperlich anstupsen, wenn man mich ansprechen will. Ein sehr dankbarer Skill, den ich mir angewöhnt habe. Viele können das aber nicht oder nur sehr schlecht. Dann gilt: Macht das Handy aus oder nutzt die Stummfunktion und checkt nicht zwischendurch eure Mails. Wenn ihr mit dem Schreiben fertig seid, ist noch genug Zeit für diese Dinge.

 

Music is the key

 

Für mich persönlich ist Musik ein elementarer Bestandteil meines Lebens. Sie trägt mich durch gute Zeiten, hilft mir durch schlechte und steigert meine Kreativität. Ohne geht bei mir nichts. Euch geht’s ähnlich? Dann nutzt das und legt euch doch einfach mal eine Kreativitäts-Playlist an mit Songs, die euch auf Touren bringen. So könnt ihr übrigens im Zweifel auch dafür sorgen, dass ihr nicht von außen gestört werdet, denn Kopfhörer oder Stöpsel im Ohr gelten in der Regel als das neue „Bitte nicht stören“-Schild der Neuzeit.

 

Nutzt Kreativitätstechniken

 

Da gibt es so viele unterschiedliche, dass wirklich jeder das Richtige für sich finden kann. Am bekanntesten ist wohl das Brainstorming,

das ihr sowohl für die Themenfindung als auch für den Aufbau eurer Texte nutzen könnt. Außerdem kommt man so auch mal auf andere Gedanken und hat den Kopf danach wieder frei für die eigentliche Schreibarbeit.

 

Last but not least: Liebt, was ihr schreibt

 

Ja, das sagt sich so leicht. Aber es gibt wirklich nichts Schlimmeres, als über etwas schreiben zu müssen, das einen nicht interessiert.

Dann haben wir oft nichts zu sagen. Das ist übrigens für uns einer der Vorteile bei unserem Dasein als Sidepreneurs, denn wir können uns Kunden und Themen mehr oder weniger aussuchen, weil wir nicht den Existenzdruck haben, wie ihn andere Gründer zumindest zu Beginn ihrer Karriere verspüren. Das hilft ungemein. Wenn ihr über Themen schreiben müsst, die euch nicht interessieren, dann ist die

Schreibblockade meistens nicht weit. Also versucht, diese Situationen so gut es geht zu vermeiden. Denn selbst wenn ihr dann einen Text zustande bekommt: Die Qualität lässt in diesen Fällen fast zwangsläufig zu wünschen übrig.

 

So, das waren unsere Tipps gegen Schreibblockaden und dass sie wirken, zeigt dieser Beitrag. Seit Wochen hatte ich keinen Schreibflow, habe das zum Thema gemacht (Siehe Themenpool) und einfach mal angefangen (siehe Tipp 2 – Einfach mal anfangen). Und dieser, doch recht lange, Text, aus dem ich sogar zwei Beiträge machen konnte, ist das Ergebnis. Während ich diese Zeilen tippe, bin ich immer noch im Rohtext-Status, ich habe den Beitrag einfach mal frei von der Seele weg runtergetippt und überlege gerade, ob ich ihn direkt so lasse (Punkte Kampf gegen den inneren Kritiker, Relax) oder ruhen lasse und dann noch mal editiere (in Etappen schreiben und Distanz aufbauen)…

 

Wie geht ihr mit Schreibblockaden um? Kennt ihr das Gefühl? Was tut ihr dagegen? Ich fühle mich auf jeden Fall wieder richtig fit und im Flow und bin bereit für den nächsten Beitrag…